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		<title>einen Tag nach der Bauchgeburt &#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 19:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[  2. Juli, der Piefke Zwilling im Brutkasten &#8230; Es sieht wilder aus als es ist. Er erhält eine Atemhilfe, die Sauerstoff in seine Nase pustet. Der dicke Schlauch wird an der Mütze befestigt. Alles zusammen drückt sein Gesichtchen zusammen, so dass die geschlossenen Augen dick und geschwollen aussehen. Es war seltsam, ihn tagelang quasi [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=318&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><img title="fotos 2009 776" src="http://zwillingsblog.files.wordpress.com/2009/07/fotos-2009-776.jpg?w=300&#038;h=225" alt="fotos 2009 776" width="300" height="225" /></p>
<p>2. Juli, der Piefke Zwilling im Brutkasten &#8230;</p>
<p>Es sieht wilder aus als es ist. Er erhält eine Atemhilfe, die Sauerstoff in seine Nase pustet. Der dicke Schlauch wird an der Mütze befestigt. Alles zusammen drückt sein Gesichtchen zusammen, so dass die geschlossenen Augen dick und geschwollen aussehen. Es war seltsam, ihn tagelang quasi gesichtslos zu sehen &#8230;</p>
<p>An Händen und Füßen sieht man Blutergüsse. Es ist schwierig bei diesen Mini-Händen Blut abzunehmen, die Adern platzen schnell und die Pfleger müssen immer wieder neue Stellen suchen. Das Blut wird gebraucht, um zb Infekte nachzuweisen oder die Blutgaswerte zu überprüfen. Je nachdem, erhalten die Zwerge mehr Sauerstoff.</p>
<p>Irgendwo ist noch die Oxy-Sonde befestigt, die Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz misst, auf der Brust befinden sich drei Elektroden, die ebenfalls die Lebensfunktionen messen.</p>
<p>Wenn ein Wert unter eine bestimmte Grenze fällt, piepst der Monitor, es gibt gelben Alarm und roten. Der rote lässt meinen Adrenalinpegel steigen &#8230; Auf der Intensivstation piepsen fast alle Kinder rot und gelb.</p>
<p>Der Anblick der beiden war ein Schock für mich, und ich war froh, dass ich vorher einige Zwillingsliteratur gelesen hatte, so wußte ich, dass es vermutlich schlimmer aussieht als es eigentlich ist.</p>
<p>Pfleger und Ärzte waren sehr nett und haben uns alles erklärt, sie wissen ja auch um die psychische Belastung der Eltern &#8230; </p>
<p><img title="fotos 2009 783" src="http://zwillingsblog.files.wordpress.com/2009/07/fotos-2009-783.jpg?w=300&#038;h=225" alt="fotos 2009 783" width="300" height="225" /></p>
<p>2. Juli, Mini-Finger meines Sohnes</p>
<p><img title="fotos 2009 784" src="http://zwillingsblog.files.wordpress.com/2009/07/fotos-2009-784.jpg?w=300&#038;h=225" alt="fotos 2009 784" width="300" height="225" /></p>
<p>2. Juli, der andere Zwilling</p>
<p>Der Matze-Zwilling brauchte nur eine Atembrille, die pustet auch Sauerstoff aus, aber ohne regelmäßigen Druck. In den folgenden Tagen wechselten sie sich aber auch ab, mal hatte der eine einen dicken Schlauch, mal der andere &#8230;</p>
<p>In den ersten Tagen lagen sich ziemlich platt in ihren Brutkästen und kämpften mit der Luft, die kleinen Brustkörbe beulten sich stark nach innen und es sah sehr angestrengt aus.</p>
<p>Nicht einfach für ein Mutterherz.</p>
<p><img title="fotos 2009 789" src="http://zwillingsblog.files.wordpress.com/2009/07/fotos-2009-789.jpg?w=300&#038;h=225" alt="fotos 2009 789" width="300" height="225" /></p>
<p>3. Juli, Matze-Zwilli nach zwei Tagen, der grüne Schlauch ist die Magensonde, mit der die Kleinen ihr Essen erhalten.</p>
<p>Und ich?</p>
<p>Sooft ich konnte, habe ich mich im Rollstuhl zu den Kindern schieben lassen, die Stationen liegen weit auseinander und ich konnte noch nicht sehr lange laufen. Der Kaiserschnitt-Bauch schmerzte va beim Aufstehen, die Schwestern verteilten großzügig Schmerztabletten. Ein Trost: es geht von Tag zu Tag besser &#8230; Dann gibt es noch die Nachwehen, va beim Milchabpumpen, und den Milcheinschuss an sich, meine Brüste sahen aus wie &#8230; unbeschreiblich, ich hätte jeden xxl-Wettbewerb gewonnen &#8230;</p>
<p>Es war seltsam, meinen ersten Sohn habe ich im Arm gehabt, einfach instinktiv gewußt, was ich machen muss, ihn gewickelt und geküsst. Die beiden Zwerge lagen schwer atmend da, und ich stand irgendwie hilflos davor, während andere, fremde Menschen, ihre Windeln wechselten, ihnen Essen spritzten und Blut abnahmen &#8230;</p>
<p>Auch jetzt noch, fast vier Wochen später sind die zarten Mutterbande überaus fragil &#8230; und diese ersten Wochen außerhalb meines Bauches werden unsere Beziehungen unser Leben lang prägen &#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/318/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=318&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bauchgeburt</title>
		<link>http://menschsein.wordpress.com/2009/07/23/bauchgeburt/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 03:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Frühchen]]></category>
		<category><![CDATA[Frühgeburt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[zwillinge]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillingsgeburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzten Sonntag … 19. Juli Der Himmel ist bleigrau und hellblau marmoriert, die grünen Blätter glänzen vor Nässe, und ich sitze in der S-Bahn, die rattert und pumpelt, so wie immer, so wie vor 100 Jahren, als ich den Zeittakt dieser Welt verließ, diese Welt verblasste und meine Welt für zwei seltsam zeitlose Wochen klinikweiß [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=316&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Letzten Sonntag … 19. Juli</em></p>
<p>Der Himmel ist bleigrau und hellblau marmoriert, die grünen Blätter glänzen vor Nässe, und ich sitze in der S-Bahn, die rattert und pumpelt, so wie immer, so wie vor 100 Jahren, als ich den Zeittakt dieser Welt verließ, diese Welt verblasste und meine Welt für zwei seltsam zeitlose Wochen klinikweiß und antiseptisch grau wurde. Ich fahre in das Krankenhaus, ich fahre 26 Minuten mit der Straßenbahn und dann noch zehn oder 15 Minuten mit dem Bus. Heute ist Sonntag, da weiß ich nicht, wie die Anschlüsse liegen, aber das ist nicht so wichtig, denn mein Tag hat keinen Rhythmus.</p>
<p>Ich fahre zu meinen Kindern, Matze und Knöpfchen (manchmal auch Piefke genannt, nach der schlafenden Träumerlefigur von Janosch), die in ihren Bettchen liegen, auf einer Wärmematte, weil sie ihre Körpertemperatur noch nicht alleine regulieren können. Auf ihren schmalen Körpern kleben Elektroden, an den Mini-Füßchen leuchtet ein rotes Lämpchen, das das Blut durchstrahlt und die Sauerstoffsättigung und die Pulsfrequenz misst. Wenn ein Wert unter einen Schwellenwert sinkt, piepst der Überwachungsmonitor, erst gelb und gemütlich, dann rot und dringlich. Irgendein Monitor piepst eigentlich immer auf der Frühchen-Station.</p>
<p>Auf jeweils einer Minibaby-Wange klebt ein weißes Herz, das einen dünnen Schlauch festhält, die Magensonde. Über eine Spritze erhalten sie Muttermilch, angereichert mit Phosphat und Calcium für die Knochen, denn eigentlich wären sie ja noch in meinem Bauch und würden alles, was sie für ihr Knochenwachstum brauchen, aus meinem Körper erhalten. Sie trinken auch schon einen Teil der Milch alleine.. Matze trinkt meist mind. 30 ml, das Knöpfchen hat heute Nacht zweimal 70 ml getrunken, ein kleiner Rekord, der mich ganz stolz macht.</p>
<p> </p>
<p><em>Geburt … 1. Juli, 13.00 Uhr</em></p>
<p>Am 1. Juli war die Bauchgeburt, ein Schnitt knapp oberhalb der Schamhaargrenze, so breit wie eben nötig, um zwei winzige Babys, die mehr als zwei Monate zu früh auf die Welt streben, herauszuholen, der zweite Schnitt, ein zweiter Schnitt im ersten, denn der erste Sohn, der nicht mehr ganz so mini Sohn, kam auch durch den Bauch hinaus. Diesmal war es anders als beim ersten Mal. Ich wusste, was auf mich zukam, mein Mann war im OP und hielt meine vor Anspannung blutleeren Hände, als die Anästhesistin die Nadel in meinen Rücken bohrte, kein Schmerz, aber ein mehr als unangenehmer Druck, eine Schwester hielt meine Schultern unten, eine andere drückte mein Kinn auf das Brustbein, damit ich meinen Rücken möglichst nicht bewege.</p>
<p>Der Ehemann hält mir die Hände, als mir übel wird, drückt sie, als mein Bauch ruckelt und die Kinder herausgeholt werden. Wir wussten, dass wir sie wahrscheinlich nicht sehen würden, denn sie waren ja viel zu früh dran, zehn Wochen, sagten die Ärzte, und wurden direkt in zwei Transportbrutkästen gesteckt und auf die Intensivstation gefahren, aber wir haben sie weinen gehört, zuerst den einen (ein bisschen kräftiger), dann den anderen (ein wenig leiser), und ich weinte auch, ich weinte vor Glück, da waren sie tatsächlich, meine zwei Kinder. Ich hatte die Brille aufbehalten bei der OP, falls wider Erwarten doch die Kinder kurz hergezeigt würden, aber wir ahnten ja, dass ein schneller Transport doch nötig sein würde. Und als wir sie dann sahen, in ihren Kästen, mit Schläuchen und Atemhilfen, und wie sie Luft holten, ganz angestrengt, der Brustkorb ging richtig tief nach unten, beulte sich richtiggehend ein, als ich sie so sah, da war ich froh, mich doch für einen Kaiserschnitt entschieden zu haben, wer weiß, wie die beiden die Strapazen einer Geburt überstanden hätten.</p>
<p>Geburt, egal welcher Art, ist etwas Unglaubliches. Zuerst sind sie im Bauch, und man kann sich nicht vorstellen, dass da tatsächlich zwei Kinder sind, und dann sind sie außerhalb meines Körpers und ich frage mich, wie sie in meinen Bauch gepasst haben. Und jetzt ist es, als wäre ich nie schwanger gewesen, die Zeit scheint aus meinem Gedächtnis gelöscht, wenn da nicht die dunklen Streifen auf meinem Bauch wären, der dunkle Nabel und die breite Narbe knapp oberhalb der Schamhaargrenze, das taub-kribbelige Gefühl unter dem Bauchnabel und das unangenehme Ziehen, wenn ich mich überanstrengt habe.</p>
<p>Das Hormon, das mir noch während der OP gespritzt wird und das die Gebärmutter dazu bewegen sollte, sich wieder zurückzubilden, verursacht mir Herzrasen und Atemnot, ich habe das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Mir wird auch noch übel, irgendwer hält mir eine Pappschale vor das Gesicht. Immer noch hält der Ehemann meine Hand ganz fest. Dann kommen Kopfschmerzen, auch dagegen gibt es ein Mittel. Ich liege nackt und nass in Blut und Fruchtwasser (was ich nicht merke, aber mir denke) und habe die innerliche Kraft, das durchzuhalten. Dann schiebt man mein Bett in den Kreißsaal. Zwei Stunden Zeit haben wir nun, um die Stille zu genießen, ich friere, jedenfalls fühlt es sich so an, aber es ist wohl eine Nebenwirkung des Narkosemittels. Der Ehemann besorgt Decken und rückt mir alles so zurecht, wie ich es brauche, meine Beine fühlen sich an wie steife Bretter, der Ehemann muss sie umlagern. Ich versuche zu schlafen und mir zu sagen, dass dieses furchtbare Gefühl, das von der Narkose stammt, bald verschwunden sein wird.</p>
<p> </p>
<p><em>Nach der Geburt …</em></p>
<p>Oben auf der Station bekomme ich Schmerzmittel und Ruhe, ich versuche ruhig zu liegen und einfach zu schlafen. Den Kindern geht es gut. Ein bisschen erschrocken bin ich dennoch, als ich die ersten Fotos sehe. Das Knöpfchen hat eine Mütze auf dem Kopf, an der ein dicker Schlauch befestigt ist. Der Schlauch pustet Sauerstoff in seine Nase. Der Matze hat nur eine Atembrille, die nicht pustet, sondern Sauerstoff ausströmt. An ihren nackten Körperchen kleben Elektroden und stecken Infusionsnadeln, ganz klein wirken sie, in ihren Brutkästen. In den folgenden Tagen wechseln sich die beiden ab mit den Atemhilfen, beide erhalten mal Atembrille und dann wieder den dicken Schlauch, je nachdem, wie kräftig sie selber mitatmen.</p>
<p>Ja, da sind sie geboren, zwei Winzlinge, zwei winzige Riesen, denn laut Schwangerschaftstabelle wiegen sie fast 400 g über dem Durchschnitt und sind auch 4 bzw. 5 cm größer als in dieser Schwangerschaftswoche zu erwarten gewesen wäre (Gene eines Riesenvaters). Vielleicht war ihre Größe die Ursache für die Frühgeburt, vielleicht ist aber auch die Größe ein Vorteil bei dieser Frühgeburt. Aber es geht eben nicht nur um die Größe, sondern um die Reife der Organe, und die ist abhängig von der Schwangerschaftswoche.</p>
<p> </p>
<p><em>Der Tag vor der Geburt …</em></p>
<p>Alles ging so schnell. Am Montag vor dem Mittwoch, dem Geburtstag der Zwerge, sage ich den Vorsorgetermin bei der Frauenärztin ab, denn der große Kleine ist krank. Wir bleiben im Bett und warten ab. Ich will Ende der Woche vorbeikommen, doch die Arzthelferin ist streng, und so komme ich denn am Dienstag. Der Bauch ist gewaltig, die Hitze überwältigend, später lese ich, dass dies der heißteste Tag im Juni werden soll. Die Tagesmutter, bei der ich den nicht mehr ganz so mini Sohn abliefere, beguckt den Bauch und sagt, dass er schon deutlich tiefer steht. Ich sage ihr, dass ich den Zwergen gut zurede, doch noch zwei Wochen durchzuhalten, mindestens eine, dann, so habe ich gelesen, ist die Lunge schon annehmbar reif, jetzt ist es noch zu früh, sage ich ihnen.</p>
<p>Einige Tage später erkenne ich das Gefühl der Euphorie, das ich auf dem Weg zur Frauenärztin verspüre, wieder. Es ist dasselbe Gefühl wie das, das ich empfand, als sich die Geburt des ersten Sohnes ankündigte. Mein Verstand schiebt die Möglichkeit zur Seite, dass die Kinder herauswollen, mein Instinkt weiß schon längst, dass es nicht mehr lange dauern wird.</p>
<p> </p>
<p><em>Auf dem Weg zum Vorsorgetermin …</em></p>
<p>Ich fahre mit der Straßenbahn, gehe ein Stück zu Fuß, kaufe noch ein kaltes Getränk, setze mit der Fähre über und fahre das letzte Stück mit dem Bus. Endlich bin ich da. Das CTG ist in Ordnung, die Kinder strampeln wie wild. Ich erzähle, dass ich am Vorabend Wehen hatte, alle sieben bis zwölf Minuten. Die Ärztin schallt den Gebärmutterhals. Dann der Schock, er öffnet sich. Statt vorgeschriebener 2,5 cm sind es nur noch 1,5cm Länge, er öffnet sich von innen, Trichterbildung nennt man das, und das ist auch das, was ich sehe, ein deutlicher Trichter im Gebärmutterhals. Die Frauenärztin erklärt es mir ganz sachlich, sehr freundlich, aber der Schreck fährt mir doch in alle Glieder. Ich soll sitzen bleiben, nicht mehr viel herumlaufen und ob mich jemand in die Klinik fahren kann? Vermutlich werde ich ein paar Tage dort liegen und dann wieder nach Hause gehen.</p>
<p>Irgendwie weiß ich, dass der Plan nicht aufgehen wird, und so frage ich zum Abschied, ob ich Babyfotos schicken soll? Nein soll ich nicht, sagt die Ärztin, sie möchten mich bitte mit dickem Bauch wiedersehen, aber ich weiß einfach, dass es nicht so kommen wird.</p>
<p> </p>
<p><em>Doch zuerst telefoniere ich …</em></p>
<p>Ich telefoniere mit der Tagesmutter. Versuche den Ehemann zu erreichen. Eine Freundin, die uns just heute besuchen will, ruft auch an. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich weine erstmal. Weinen tut gut.</p>
<p>Der Ehemann ruft endlich zurück und will sofort kommen. Inzwischen ist es spät geworden. Die Arzthelferin spendiert mir ein Brötchen. Der Ehemann ruft an. Wo ich denn sei? Er ist nach Hause gefahren. Ich verdrehe die Augen und schicke ihn in die Praxis. Fahrt ins Krankenhaus &#8230; irgendwann am frühen Abend Wir fahren ins Krankenhaus, zum Glück ist meine Hebamme da, eine der drei, die zusammen ein Team bilden und die ich jederzeit anrufen konnte.</p>
<p>Das erste Betreten des Kreißsaales ist wieder ein Schock, der Ehemann hält wieder einmal meine Hand. Ein breites Bett, ein Hocker, ein Ball, Aussicht auf grüne Berge und blauen Himmel. Eine große Badewanne, der Boden sauber. Erinnerungen an die erste Geburt. Ausgeliefertsein, Beschämung, Ohnmacht, rasende Entmündigung, ein wahnsinniges Gefühl von alles-zu-schnell, alles-zu-viel und: „Ich bin ein Niemand.“ Die Wände werden schwarz, der Boden ist weit weg, der Ehemann und die Hebamme führen mich zum Bett, und sie weist mich auf die Schönheit der Aussicht hin. Tränen machen den Tag grau. Dann ist er wieder weg, der Schleier des Traumas, der ab und an seine eisernen Fäden um meine wunde Seele schnürt. Dann folgt das übliche, CTG (wild strampelnde Kinder) und Wehenschreiber, vaginale Untersuchung, ein Abstrich muss gemacht werden, dann wird mir ein Ring eingesetzt, der den Gebärmutterhals zuhalten soll. Es tut furchtbar weh, und zwei Ärztinnen und meine Hebamme reden mir gut zu, dann ist es geschafft. Ich fühle mich elend, halb nackt und blutend soll ich ein paar Schritte gehen, ob das ginge? Dann würde der Ring gut sitzen. Ich weine, keine Ahnung, ob der Ring sitzt, es tut einfach nur weh. Und Untersuchungen sind sowieso immer ein Horror, die vielen fremden Hände. Aber die Hebamme kenne ich, und sie kennt mich, und sie hält meine Hand und redet mit mir. Ich soll Tee trinken und irgend so ein Pflanzenzeugs einnehmen, alles gegen die Wehen, die doch noch nicht kommen dürfen. Ich sage der Hebamme, dass ich einfach weiß, dass die Kinder heraus wollen. Der Ehemann ist nach Hause gefahren und holt den Sohn von der Tagesmutter ab. Er wird ihn ins Bett bringen, und unsere Freundin wird über seinen Schlaf wachen. Dann will der Ehemann wiederkommen. Ich bin beruhigt, dass der kleine Große zu Hause schlafen kann.</p>
<p> </p>
<p><em>… später am Abend …</em></p>
<p>Und dann kommen sie doch, die Wehen und treiben mir die Tränen in die Augen. Inzwischen liege ich schon in meinem Krankenhausbett und warte auf das Abendessen. Als die Wehen kommen, ist die Krankenschwester anwesend, ich merke es erst gar nicht, doch sie sieht es mir an. Sie zückt ein Telefon und ruft die Ärztin der Station, mir ist das peinlich, wenn es doch falscher Alarm ist? Die Ärztin kommt und sieht und erkennt, dass die Wehen ernst zu nehmen sind und erklärt mir, dass sie mich verlegen wollen. Dieses Krankenhaus hat keine Neugeborenen-Intensivstation, und sie könne nicht garantieren, dass die Kinder morgen noch im Bauch sein werden. Ich frage, ob man nicht noch die Nacht abwarten könne? Nein, das könne man nicht. Ich verabschiede mich innerlich von einer Geburt mit Hebammenbegleitung, denn meine Hebamme kann nicht mitkommen in ein anderes Krankenhaus.</p>
<p>Ich werde in ein anderes Zimmer geschoben, und ich darf nun nicht mehr aufstehen. Unterwegs fühlt es sich so an, als ob die Fruchtblase platzen würde. Ich weine und denke, nicht auch das noch, dann geht es noch schneller, noch schneller, wo doch jetzt jede Stunde, die die Zwillinge im Bauch verbringen, zählt. Scheiße, sage ich, scheiße, doch es entpuppt sich dann doch als falscher Alarm.</p>
<p>Ich frage nach einer Toilette? Nein, lieber nicht, und die tatkräftige Krankenschwester schiebt mir eine Bettpfanne unter den Po. Pinkeln im Liegen geht nicht, zumindest dauert es elend lange, v.a. wenn zwischendurch noch die Ärztin und diverse andere Frauen durch das Zimmer spazieren. Ich tröste mich damit, dass es immerhin nur Frauen sind und harre der Dinge.</p>
<p>Die Uniklinik will mich nicht haben. Die Ärztin ist sauer. Als Alternative bleibt nur die Klinik, in der mein erster Sohn zur Welt kam. Ich will nicht. Auch das noch. Ich liege mit Wehen im Bett, alles fühlt sich jetzt schon wund an, ich will einfach nicht. Die nächste Klinik ist elend weit weg, und so entscheide ich mich für die Klinik meines Traumas, die Klinik, die ich nie wieder betreten wollte.</p>
<p> </p>
<p><em>Verlegung in ein anderes Krankenhaus mit Frühchen-Intensiv-Station …</em></p>
<p> Eine Ärztin kommt mit, damit der Tropf, der den Wehenhemmer enthält, hängen bleiben kann. Inzwischen habe ich auch eine Spritze mit Cortison bekommen. Sie soll bewirken, dass die Lungen der Kinder schneller reifen. Es ist einfach noch zu früh. 24 Stunden braucht die Spritze, damit sie wirkt, mindestens, dann müsste noch eine zweite kommen, die noch einmal 24 Stunden braucht. Wir schaffen nicht einmal die ersten 24 Stunden.</p>
<p> </p>
<p><em>Ankunft in der anderen Klinik …inzwischen ist es spät am Abend.</em></p>
<p>Es ist wie bei der ersten Geburt. Die Ärzte dort sehen mich nicht an. Das kleine Untersuchungsräumchen ist voller Leute. Die Krankwagenfahrer und die Ärztin übergeben mich, ein Arzt und eine Ärztin nehmen mich in Empfang. Der Ehemann wartete schon. Die Fahrer, die auch mein Bett ins Krankenhaus schieben, machen immer eine Pause, wenn ich es sage. Geschoben zu werden mit Wehen im Körper ist nicht angenehm. Als erstes soll wieder eine vaginale Untersuchung gemacht werden, ich will nicht mehr, na gut, dann Ultraschall. Den Kindern geht es gut. Ich frage mich, woher sie die Kraft hernehmen, immer noch so wild zu strampeln. Der Ultraschall gibt mir die Zeit, mich zu sammeln und nachzudenken. Der Arzt sitzt so nahe bei mir, dass mein Bein seinen Rücken berührt. Ich finde das unangenehm. Der Ultraschall ist beendet, und ich richte meinen Körper, der fast nur noch aus Zwillingsbauch besteht, auf und sage, dass ich ganz schnell ein Geburtsplanungsgespräch brauche. Das muss sehr deutlich gewesen sein, denn endlich sieht die Ärztin mich an, legt alles zur Seite, legt die Hände in den Schoß und fordert mich auf, alle Fragen zu stellen.</p>
<p>Alles rede ich mir von der Seele, wie es beim letzten Mal war, und dass das jetzt nicht als Vorwurf zu verstehen sein soll, aber das will ich nicht noch einmal erleben, sage ich … und sie gehen auf alle meine Punkte ein … Ich werde gehört, und das erstaunt mich. Und gibt mir ein gutes Gefühl. Ich bin ein Wer … Ich bekomme einen anderen Wehenhemmer („Bei Zwillingen gibt man den nicht, den Sie da haben.“ (Warum eigentlich?)), und ziehe in mein Krankenhausbett um. Kreißsaal, CTG, Wehenschreiber bis ungefähr Mitternacht, die Wehen beruhigen sich. Irgendwann dann liege ich endlich in meinem Zimmer. Der Ehemann richtet mir mein Bett und meinen Nachttisch, und dann trennen wir uns</p>
<p> </p>
<p><em> … Der Vormittag vor der Geburt …</em></p>
<p>Ich schlafe ein paar Stunden, dann liege ich einfach im Bett und döse vor mich hin. Mein Zimmer liegt ganz ruhig, ich blicke auf ein Flachdach mit grauen Steinen, dahinter reckt sich ein Waldrand in die Höhe. Ich bekomme Wehen, die doch irgendwann nachts aufgehört haben. Ganz langsam dringen sie in mein Bewusstsein. Ich schaue auf die Uhr und zähle die Minuten. Alle zwei Minuten. Start: viertel nach sechs. Später erzählt mir der Ehemann, dass unser großer kleiner Sohn um viertel nach sechs aufgewacht ist. Das hat er schon sehr lange nicht mehr gemacht. Ich höre und staune.</p>
<p>Nach einer halben Stunde rufe ich die Krankenschwester. Mein Bett rollt wieder in den Kreißsaal, CTG, die Wehen werden stärker. Der IKEA-Mann ruft an. Dass sie in einer halben Stunde kommen werden, um das Kinderbett abzugeben. Ich sage ihm, dass ich gerade im Krankenhaus bin und Kinder bekomme und ob er bitte sofort zu uns fahren kann, damit mein Mann losfahren kann, zu uns nämlich, ins Krankenhaus. Er bespricht sich mit seinem Kollegen, ja, es geht. Der nicht mehr ganz so mini Sohn hat noch einen Kinderarzttermin, die lang verschobene Impfung, der Kinderarzt zieht den Termin vor, dann endlich irgendwann am späten Vormittag kommt der Ehemann in den Kreißsaal, während die Freundin weiter auf den Sohn aufpasst. Es ist eine seltsame Stimmung. Das CTG schreibt, der Wehenschreiber auch, ich spüre es und sehe: die Wehen werden immer stärker, ich beginne zu stöhnen, denn das befreit vom Schmerz. Zum Glück fällt dem Ehemann wieder ein, wie Wehenatmung funktioniert (den Teil vom Geburtsvorbereitungskurs habe ich nicht mehr geschafft), und wir atmen beide, bzw. er zählt und gibt Trost durch Anwesenheit, und ich atme den Schmerz weg (es funktioniert tatsächlich). Eine Ärztin überprüft den Ring, eine Hebamme hält die Hand, der Ring ist noch da, der Muttermund geht aber wahrscheinlich auf.</p>
<p>Es wird immer surrealer. Zwischen den Wehen berate ich mich mit einem Arzt, der Kinderärztin, einer Anästhesistin, einer Ärztin über … Geburtsmodus, Entwicklungsstand der Kinder, Risiken einer OP, Stillen trotz Frühgeburt, Ablauf einer Risikogeburt … und alle warten still, wenn wir eine weitere Wehe veratmen.</p>
<p>Der Arzt rät zum Kaiserschnitt, weil ich mit meiner Frauenarztphobie diese Risikogeburt möglicherweise psychisch nicht gut verkraften würde. Ich werde darüber aufgeklärt, dass vaginale Untersuchungen stündlich zu erwarten sind und dass möglicherweise der zweite Zwilling geholt werden muss, indem ein Arzt ihn per Hand- und Armeinsatz herausholen muss, nein danke, das will ich nicht. Also ein Kaiserschnitt.</p>
<p>Ich erkläre allen, die es hören wollen oder auch nicht, wie ich mir den Ablauf vorstelle, und tatsächlich machen sie es so, wie ich es will. Beim ersten Mal redete niemand mit mir, und ich war allein. Diesmal beachten mich im OP alle Anwesenden und erklären mir alles, was passiert. Das lenkt ab. Und der Ehemann ist da. Die Entscheidung war richtig, auch wenn es bedeutet, dass ich nie eine richtige Geburt erleben werde. Falls ich jemals noch einmal schwanger werden sollte, wird eine dritte Geburt auch wieder ein Kaiserschnitt werden, das Risiko, dass die Gebärmutter reißt, wird bei jeder OP größer. Der Begriff „Bauchgeburt“ gefällt mir, denn irgendwie ist so eine OP doch auch eine Geburt, oder?</p>
<p>Ich würdige meine eigene Leistung.</p>
<p>Der zweite Zwilling liegt anders als am Vorabend, nun doch mit dem Steißbein in Richtung Geburtskanal. Er hat sich also gedreht, auch wieder ein guter Grund für einen Kaiserschnitt?</p>
<p> </p>
<p><em>Wieder in der Straßenbahn …</em></p>
<p>Die Straßenbahn rumpelt und pumpelt, bald bin ich da. Versunken sehe ich aus dem Fenster, fahre durch Tunnel und an Baustellen vorbei. Noch nicht einmal drei Wochen ist das alles her, vor einigen Tagen erst bin ich aus dem Krankenhaus entlassen worden, die breite Narbe in meinem Bauch ist unsichtbar für die Menschen um mich herum, und für mich doch stets präsent. Wie in einer Glaskugel schwebe ich durch die Mengen von Leuten, die irgendwohin wollen, und bin gar nicht richtig in dieser Welt, die mir in so kurzer Zeit so fremd geworden ist. Alles ist so unscheinbar und weniger wichtig. Was zählt ist das Piepen der Monitore und die kleinen Leben dort in ihren Bettchen, zwei kleine Leben, meinem Bauch entnommen, die dort in warmen Decken ruhen, und man sieht ihnen nicht mehr an, wie sie noch vor wenig mehr als zwei Wochen heftig ihre kleinen Brustkörbe eingezogen haben, um Luft zu bekommen, den Stoff zum Leben. Bald bin ich da, ihr Kleinen, werde eure kleinen Köpfe streicheln, werde euch sagen, wie sehr ich euch liebe und wie stolz ich auf euch bin, dass ihr so große kleine Kämpfer seid, werde mich ein wenig hilflos fühlen, wenn ich dort an euren Betten stehe, denn die Mutterbande sind noch zart und fragil, müssen sich erst festigen, mit jeder Stunde, die ich an euren Betten verbringe, mit jedem Handgriff, den ich erst üben muss, wenn ich eure kleinen Windeln wechsel, euch die Flasche gebe, die rote Lampe, die Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz misst, wieder an einem winzigen Fuß befestige, euch anziehe und an meiner Brust halte. Doch neben mir steht die Zuversicht, lächelt mir freundlich zu und legt einen Arm sanft um meine Schultern und ich lege meinen Kopf, der voll ist von den Ereignissen der letzten Wochen, in ihren Arm, schließe die Augen und merke, wie Stück für Stück, die Anspannung, die Angst, die Tränen, wie alles von mir abfällt und Erleichterung in meine Lungen strömt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/316/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/316/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/316/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=316&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nichts mehr können oder: doch noch ein bisschen jammern (gerade mal 31. Schwangerschaftswoche)</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 21:17:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute anstehende Termine: 11 Uhr, Impfen des nicht mehr ganz so mini Sohnes. Beim vorletzten Versuch sind wir notfallmäßig mit 40° Fieber in der Kinderarztpraxis aufgekreuzt (Mandelentzündung), beim letzten Versuch war es dann der Schnupfen, im letzten Jahr die Arztphobie, verursacht durch zwei barsche Ärzte und noch mehr schreckliche Schwestern in der Notfallklinik. Also habe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=312&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute anstehende Termine: 11 Uhr, Impfen des nicht mehr ganz so mini Sohnes. Beim vorletzten Versuch sind wir notfallmäßig mit 40° Fieber in der Kinderarztpraxis aufgekreuzt (Mandelentzündung), beim letzten Versuch war es dann der Schnupfen, im letzten Jahr die Arztphobie, verursacht durch zwei barsche Ärzte und noch mehr schreckliche Schwestern in der Notfallklinik. Also habe ich gestern abend eigentlich schon fast damit gerechnet, dass nachts irgendetwas passiert, und so war es dann auch: Weinen, Kuscheln und laut &#8222;Aua&#8220; schreiben und dabei auf den Kopf zeigen.</p>
<p>Oweh, der arme Kleine. Impftermin abgesagt. Stattdessen auf den Kinderspielplatz, denn trotz der schlimmen Nacht scheint es Sohnemann gut zu gehen. Der Bauch hat nun solche Ausmaße erreicht (und ich auch), dass mich wildfremde Leute auf der Straße anquatschen: &#8222;Na, alles in Ordnung?&#8220; Und meistens sage ich ja.</p>
<p>Auf dem Rückweg flattert mein Blutdruck, und ich bugsiere uns in die nächste Bäckerei und bestelle eine Cola:  Zucker, Koffein, Wasser, alles, was hilft, um nicht umzufallen. Der nicht mehr ganz so mini Sohn ist glücklicherweise verständig und nickt mitfühlend: &#8222;Mama, heiß?&#8220; und bekommt einen Lolli von der Verkäuferin.</p>
<p>Ach, es ist zuviel. Der Kreislauf, der Blutdruck, die Psyche beginnen zu weinen, und ich rufe eine Freundin an, die &#8211; von Natur aus vorsichtig &#8211; mich zur nächsten Frauenärztin verfrachtet, CTG, geht es auch den Kleinen gut?</p>
<p>Matthias ist schwer einzufangen, Jonathan markiert den Wilden, lautes Bumpern im Wehenschreiber, ja, sie sind lebendig, und es geht ihnen ausgesprochen gut. Besser als mir vermutlich. Und ehrlich, ich bin deprimiert. Ein Rückweg von normalerweise 15 Minuten, und ich strande einige hundert Meter vor unserer Haustür.</p>
<p>Also: noch vorsichtiger planen, Pausen machen, maximal einen Termin pro Tag, besser noch alle zwei Tage, und bin dann wirklich frustriert. Ich schaffe nichts mehr.</p>
<p>Und dann denke ich: Ach, du Schwangere, eine Hochleistung vollbringst du, zwei wilde Kerlchen wachsen in zwei Fruchtblasen, du kümmerst dich um den &#8222;großen&#8220; Bruder, ganz viel vollbringst du. Von welchen Maßstäben bist du geleitet?</p>
<p>Und die inneren Stimmen der Vergangenheit und des Zeitgeistes flüstern tatsächlich: Du brauchst Hilfe, schäme dich, schaffst deinen Alltag nicht mehr alleine, du Memme, andere Frauen sind doch auch so nebenbei schwanger &#8230;  und längst nicht so aufgedunsen &#8230;</p>
<p>Es ist Abend geworden. Ich öffne die kühlen Nachtfenster, sehe hinaus auf das Wasser, das vor unserem Haus vorbeifließt, bastel den Stimmen ein Rindenschiffchen und setze sie hinein. Immer leiser wird ihr Jammern, allmählich verklingen die Stimmen meiner Vergangenheit im nächtlichen Plätschern der Wellen.</p>
<p>Ich schließe die Fenster, lege die geschwollenen Beine liebevoll auf zwei Kissen, massiere die aufgedunsenen Hände, streichel Herrn Bauch und genieße die Ruhe vor dem Sturm, zwei Wirbelwinde mehr in unserer Hütte, das Leben ist schön.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/312/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/312/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/312/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/312/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/312/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/312/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/312/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/312/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/312/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/312/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/312/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/312/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/312/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/312/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=312&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Jammerpause :-) oder: Schwangersein macht Spaß (30. Schwangerschaftswoche)</title>
		<link>http://menschsein.wordpress.com/2009/06/22/jammerpause-oder-schwangersein-macht-spas-30-schwangerschaftswoche/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 09:40:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[30. Schwangerschaftswoche]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft mit Zwillingen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaftsdepression]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillingsschwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine letzte Woche &#8230; Angelegentlich bin ich ja depressiv, zzt. schwangerschaftsdepressiv, das merke ich immer dann, wenn der graue, schwere Mantel der Melancholie von meinen Schultern rutscht und die lähmende Last von heiterer Gelassenheit abgelöst wird &#8230; die letzte Woche war schön! Der Nestbautrieb nimmt zarte, aber immerhin Ausmaße an. Das äußert sich dann in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=307&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine letzte Woche &#8230;</p>
<p>Angelegentlich bin ich ja depressiv, zzt. schwangerschaftsdepressiv, das merke ich immer dann, wenn der graue, schwere Mantel der Melancholie von meinen Schultern rutscht und die lähmende Last von heiterer Gelassenheit abgelöst wird &#8230; die letzte Woche war schön!</p>
<p>Der Nestbautrieb nimmt zarte, aber immerhin Ausmaße an. Das äußert sich dann in IKEA-Besuchen (Gardinen), Fensterrahmenausmessen (für IKEA), im Kaufen braun-weiß-geringelter Puckdeckchen und Mützchen (10% Zwillingsrabatt)  und dem innigen Wunsch, Staub zu wischen (den Wunsch habe ich sonst nie).</p>
<p>Es macht Spaß, Passanten auf der Straße oder auch vorbeimarschierenden Bekannten (&#8222;Wann ist es denn soweit?&#8220;) einen kleinen Schreck einzujagen, wenn ich ihnen sage, dass wir drei eigentlich noch zehn Wochen vor uns haben &#8230;  ich bin ein großer schwarzer Ballon &#8230; meine T-Shirts enden kurz über dem Bauchnabel (Belly Belts sind die Lösung), und ich habe immer noch keine zeltartigen geringelten Hemden für unseren Krankenhausaufenthalt gefunden. Die gibt es wahrscheinlich gar nicht für unsere Ausmaße, und wenn die Größe stimmt, dann sind sie rosa oder hellblau und haben Bärchen oder Engelchen auf der Vorderseite (welche Frau zum Geier zieht denn sowas an?).</p>
<p>Und die Resignation angesichts meiner aktuellen sportlichen Leistungen (Rückweg von der Tagesmutter: 60 Min (mit Zeitungspause auf der Bank in der Füßgängerzone)) verwandelt sich in gemütliche Gelassenheit.</p>
<p>So lässt es sich leben &#8230; die Schwangerschaftshormone verlangsamen eben nicht nur Bewegungsabläufe und Gliedmaßen, lassen mich anschwellen und machen mich träge (&#8222;Mama Necke?&#8220; fragt der nicht mehr ganz so mini Sohn den Vater, &#8222;Ja&#8220;, sagt der, &#8222;Mama ist wie eine Schnecke&#8220;. (Ich hatte nicht einmal die Kraft, die beiden mit Schnecken zu bewerfen.)), sondern greifen auch mein Gehirn an. Was spricht dagegen, unbeweglich, gestützt von vier Kissen und zwei Decken im Bett zu liegen und stumpfsinnig den Bauch zu bewundern? Diskussionen ncht mehr folgen zu können? Kinderkrimis zu lesen? Irgendwann wird mein Gehirn wiederkommen. Hoffe ich zumindest.</p>
<p>Oh, und die Freude. Wie ein hauchdünner Schleier zieht sie ein, bisher war sie unter dem Sorgenberg verschüttet &#8230; Zwillinge &#8230; was zuerst klang wie ein Schicksalsschlag verwandelt sich in Freude. Ein Baby ist schon was ganz besonderes, und nun zwei &#8230; ich freue mich auf den Moment, wo sie in ihren geringelten Puckdeckchen neben meinem Bett liegen und ins Licht blinzeln.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/307/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/307/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/307/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/307/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/307/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/307/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/307/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/307/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/307/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/307/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/307/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/307/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/307/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/307/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=307&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>dicker Pinguin oder: noch mehr jammern (29. Schwangerschaftwoche)</title>
		<link>http://menschsein.wordpress.com/2009/06/16/dicker-pinguin-oder-noch-mehr-jammern-29-schwangerschaftwoche/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 18:58:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[29. Schwangerschaftwoche]]></category>
		<category><![CDATA[Bauchumfang]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft mit Zwillingen]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillingsschangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Woche &#8230; Am 6. Juni kam die Genehmigung der Krankenkasse für eine Haushaltshilfe. Die Genehmigung gilt bis zum 11. Juni. Ich versinke im Chaos. Der Ehemann ist auf Dienstreise. Ich kann fünfzehn Minuten laufen, dann brauche ich einen Stuhl und muss meine Sauerstoffreserven wieder aufpumpen wie ein Marienkäferchen vor dem Start. Am Montag konnte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=305&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Woche &#8230;</p>
<p>Am 6. Juni kam die Genehmigung der Krankenkasse für eine Haushaltshilfe. Die Genehmigung gilt bis zum 11. Juni. Ich versinke im Chaos. Der Ehemann ist auf Dienstreise. Ich kann fünfzehn Minuten laufen, dann brauche ich einen Stuhl und muss meine Sauerstoffreserven wieder aufpumpen wie ein Marienkäferchen vor dem Start. Am Montag konnte ich mit Mühe den netten Mann im Supermarkt daran hindern, einen Arzt anzurufen. Stattdessen rief er das Personal zusammen. Drei Verkäuferinnen mit besorgten Mienen standen im Halbkreis um mich herum und drückten mir ein Glas Wasser in die Hand.</p>
<p>Eine halbe Stunde Wäsche sortieren und ich bin am Ende. Schreibtischarbeit geht begrenzt, ich kann kaum noch sitzen. Der Bauch ist nun so umfangreich wie in der 39. Schwangerschaftswoche von Sohnemann I (~ 120 cm Umfang), juckt zum Verrücktwerden und guckt spitz und keck nach vorne. Meine Schwangerschaftssachen werden zu eng. Falls ich je noch ein viertes Kind haben möchte, erinnert mich bitte an diese Zeit!</p>
<p>Die Schwangerschaft mit zwei Babys geht offiziell bis zum 4. September, auch wenn die Kinderlein Bestrebungen haben, früher zu kommen. Ja, denken die Herren und Damen der Krankenkasse denn mit zunehmendem Bauch wird alles einfacher? Die Krankenkassenfrau erklärt mir mit Engelsgeduld, dass das Genehmigungsverfahren zwei Wochen dauert und dass eine Haushaltshilfe nur für vier Wochen genehmigt wird. Dann muss die idealistische Frauenärztin erneut ein Formular ausfüllen. Mir ist inzwischen alles egal. Durch einen glücklichen Zufall springt die Freundin einer Freundin ein. Morgen kommt sie und wird einen Pfad durch unsere Wohnung bahnen. Dann bezahlen wir sie eben selbst.</p>
<p>Außerdem nehme ich zu. Der Bauch wird immer spitzer und muss beim nächtlichen Wenden per Hand mit herumgewuchtet werden. Mein Gesicht sieht aus wie der Mond, mein Hinterteil &#8230; oweh.</p>
<p>Wie ein dicker Pinguin watschel ich durch unsere kleine Stadt und schließe Kompromisse mit den Jungs in meinem Bauch: Sieben Wochen noch, das schaffen wir. Dann haben wir die 36. Woche erreicht und hoffentlich seid ihr dann reif genug, direkt in meine Arme zu fliegen ohne Umweg über die Neonatologie.</p>
<p>Genug gejammert. Ich watschel jetzt ins Bett. Baue mir ein Pinguinnest und träume von Fisch und Lebertran.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/305/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=305&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Putzen gewinnt</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 19:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaftsgedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei allen Klagen über unser Gesundheitswesen, scheine ich zu den Glücklichen zu gehören, die optimal versorgt werden.  Ich habe eine nette Hebammenpraxis gefunden, in der ich rund um die Uhr anrufen kann. Wenn die Geburt meiner Zwillinge starten sollte, bevor ich mich für einen OP-Termin entscheide, wird eine Hebamme dabei sein, die ich kenne und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=301&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei allen Klagen über unser Gesundheitswesen, scheine ich zu den Glücklichen zu gehören, die optimal versorgt werden.  Ich habe eine nette Hebammenpraxis gefunden, in der ich rund um die Uhr anrufen kann. Wenn die Geburt meiner Zwillinge starten sollte, bevor ich mich für einen OP-Termin entscheide, wird eine Hebamme dabei sein, die ich kenne und mag, die die Formalitäten erledigt und meinen Körper auf die Operation vorbereitet. Mein Sohn wird vom Kinderarzt in Notfällen prompt versorgt, und wenn die Praxis geschlossen ist, kann ich zwischen drei Kindernotfallpraxen wählen, und nicht zuletzt habe ich eine nette Frauenärztin gefunden, die sich auch für meine seelischen Wehen Zeit nimmt, wenn es denn nötig ist.</p>
<p>Pro Quartal erhält diese idealistisch geprägte Frauenärztin 15 Euro irgendwas für meinen Besuch als Kassenpatientin. Wenn ich schwanger bin, ein paar Euro mehr. Egal, wie oft ich komme. Darin enthalten ist die Voruntersuchung der Arzthelferin, ein Gespräch, Ultraschall, das CTG und die Untersuchung des Schwangerschaftszustandes.Wenn ich risikoschwanger bin und ein paar Untersuchungen mehr fällig werden,  z.B. um zu schauen, ob die Zwillinge auch beide gut versorgt sind, dann kann sie etwas mehr mit meiner Krankenkasse abrechnen.</p>
<p>Wenn es medizinische Komplikationen gibt, dann kann ich eine Haushaltshilfe beantragen, einen Teil der Kosten trage ich selber, die Krankenkasse bezahlt aber immerhin 8 Euro pro Stunde. Die Haushaltshilfe hilft mir mit allem, was mich irgendwie unterstützt. Die Frauenärztin muss ein Formular ausfüllen und der Krankenkasse erklären, warum ich eine Haushaltshilfe benötige. Dafür erhält sie kein Geld extra. Wenn die Haushaltshilfe pro Woche zweimal kommt und zwar für zwei Stunden, dann kostet das die Krankenkasse 128 Euro im Monat, meine Güte, so viel erhält meine Ärztin im ganzen Jahr nicht für mich.</p>
<p>Ich habe sie gefragt, warum sie sich soviel Zeit für mich nimmt oder nehmen kann, und sie hat geantwortet, wenn es ihr ums Geld ginge, würde sie wohl in der Bank arbeiten.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/301/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=301&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Großer Bruder</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 18:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Man wird nicht gefragt, ob man großer Bruder sein will. Man ist es einfach. Die Eltern haben entschieden. Der kleine Große hat seine Art, mit der befremdlichen Tatsache umzugehen, dass zwei kleine Jungs in Mamas Bauch herumstrampeln. Wir ölen gemeinsam unsere Bäuche ein, und mit Kennerblick schielt er auf meinen und sagt: &#8222;Babybauch.&#8220; &#8222;Ganz genau&#8220;, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=299&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man wird nicht gefragt, ob man großer Bruder sein will. Man ist es einfach. Die Eltern haben entschieden. Der kleine Große hat seine Art, mit der befremdlichen Tatsache umzugehen, dass zwei kleine Jungs in Mamas Bauch herumstrampeln. Wir ölen gemeinsam unsere Bäuche ein, und mit Kennerblick schielt er auf meinen und sagt: &#8222;Babybauch.&#8220;</p>
<p>&#8222;Ganz genau&#8220;, sage ich dann und erkläre angelegentlich, dass die Babys bald herauskommen. &#8222;Der Arzt schneidet ein Loch in Mamas Bauch und holt die Babys dann heraus.&#8220; &#8222;Meine Kinder nehmen allesamt die Abkürzung).</p>
<p>Beim abendlichen Bilderbuchangucken wird das Bilderbuch auch schon mal vor meinen nackten Bauch gehalten, damit die Babys mitgucken können, und wenn der Papa mal allzu arg die Kurve gefahren hat, und ich versuche, die Fruchtblasen am Platz zu halten und laut seufze, sagt der kleine Große: &#8222;Baby aua.&#8220;</p>
<p>Er bietet ihnen regelmäßig essen an, beäugt die Ministrampler und manchmal gibt es auch noch einen Kuss auf den dicken Kugelbauch. Dann sage ich: &#8222;Noch einen? Es sind ja zwei Babys?&#8220; Manchmal gibt es dann auch noch einen. Manchmal auch nicht. Es ist ja auch wirklich schwer zu verstehen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/299/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/299/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/299/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=299&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kegelrobbe (28. Schwangerschaftswoche)</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 21:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft mit Zwillingen]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillingsschwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine letzte Woche &#8230; Der Badeanzug ist da! Juche! Ich habe mich begeistert in das Riesenschwarz hineingeächzt, um zu schauen, ob die Zwillinge mit hineinpassen, und warte nun auf die Männer von Greenpeace, die mich ins Meer zurückschieben wollen. In der Straßenbahn bekomme ich kommentarlos den letzten Sitzplatz, alle ziehen den Bauch ein, wenn ich den meinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=293&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine letzte Woche &#8230;</p>
<p>Der Badeanzug ist da! Juche! Ich habe mich begeistert in das Riesenschwarz hineingeächzt, um zu schauen, ob die Zwillinge mit hineinpassen, und warte nun auf die Männer von Greenpeace, die mich ins Meer zurückschieben wollen.</p>
<p>In der Straßenbahn bekomme ich kommentarlos den letzten Sitzplatz, alle ziehen den Bauch ein, wenn ich den meinen vorbeischiebe und jedermann hält mir die Türen auf. In der Optikerwarteschlange schielt die Nebenfrau auf meinen Bauch und sagt: &#8222;Na, da ist es bald soweit, oder?&#8220; Und ich schockiere sie damit, dass ihr sage: &#8222;Nur noch zwölf Wochen&#8220;. Immerhin sind noch keine neuen Schwangerschaftsstreifen hinzugekommen, aber ich mache mir nichts vor, die kommen bestimmt, obwohl der Bauch abwechselnd vor Wildrosenöl und Weledairgendwas glänzt.</p>
<p>Am Mittwoch Geburtsvorbereitung Teil II: der Beckenboden. Ohne Männer. Sehr gut. Ich finde es auch ohne Männer ein bisschen befremdlich, zu quietschen, laut &#8222;Hatschi&#8220; zu sagen oder &#8222;Lik lak luk&#8220;, um die äußere und mittlere Schicht zu spüren. Ich massiere meine Darmbeinschaufeln, messe brav die Abstände zwischen Simphyse und Steißbein, schaue mir Fontanellen an und breche in Tränen aus, als die Frau mir gegenüber begeistert von ihren Hausgeburten berichtet.</p>
<p>&#8222;Wenn es soweit ist, dann weiß man einfach instinktiv, wie an sich verhält&#8220;, sagt sie ,und wenn man sie so hört, dann denkt man, Geburt wäre eine tolle Sache.</p>
<p>Bäh.</p>
<p>Ich mag das nicht. Ich erinnere mich an eine andere Frau, die ich während der ersten Schwangerschaft bei der Wassergymnastik kennengelernt habe, achja, wenn man nur ganz bei sich ist, dann &#8230; es klang fast romantisch.  Oder die Frau, die mir erzählte, dass ihre beiden Kinder nur eine halbe Stunde brauchten, um auf die Welt zu kommen, fast schmerzlos. Doppelbäh.</p>
<p>Das mag ja alles sein, aber dann gibt es ja noch die anderen, die die nicht ganz bei sich waren. Die, die die Schmerzen nicht aushielten. Die die ihr Kind nicht sehen wollten, weil sie viel zu erschöpft und schockiert waren. Die, die sich darüber ärgerten, weil ihnen niemand vorher sagte, wie schmerzhaft Wehen sein können.</p>
<p>Wie auch immer, so tickt jede verschieden, die eine hält es aus und wünscht sich eine Hausgeburt, die andere will am liebsten nichts mit der ganzen Sache zu tun haben. Die eine stärkt mit einer selbstbestimmten Geburt ihr Selbstbewußtsein, die andere fühlt einen Riss in der Seele, der vielleicht nie so ganz verheilen wird.</p>
<p>Und so ist es, wie bei allen anderen Themen im Leben auch &#8230; es ist eben verschieden. Was mich nur nervt, sind diese absoluten Aussagen &#8230; jede Frau kann &#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/293/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/293/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/293/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/293/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/293/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/293/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/293/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=293&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>bisschen jammern &#8230; (27. Schwangerschaftswoche)</title>
		<link>http://menschsein.wordpress.com/2009/06/05/bisschen-jammern-27-schwangerschaftswoche/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 19:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft mit Zwillingen]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillingsschwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Hilfe, ich bin eine Kugel! Am Wochenende hat mir ein jemand gleich drei Türen aufgehalten, die zugegebenermaßen ein bisschen schwer zu öffnen sind und zwar indem diejenige schnell an mir vorbeigewutscht ist &#8230; wie deprimierend. Im Schwimmbad liege ich auf meiner orangfarbenen Poolnoodle, weil ich sonst untergehe, heute beim Stramplersortieren (unglaublich, hat da mein Sohn [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=291&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hilfe, ich bin eine Kugel!</p>
<p>Am Wochenende hat mir ein jemand gleich drei Türen aufgehalten, die zugegebenermaßen ein bisschen schwer zu öffnen sind und zwar indem diejenige schnell an mir vorbeigewutscht ist &#8230; wie deprimierend.</p>
<p>Im Schwimmbad liege ich auf meiner orangfarbenen Poolnoodle, weil ich sonst untergehe, heute beim Stramplersortieren (unglaublich, hat da mein Sohn mal hineingepasst?) (Stramplersortieren mit Hilfe eines Zweieinhalbjährigen, uff) ist mir die Luft ausgegangen, und mein Sohn hat herausbekommen, dass er schneller weglaufen kann als ich ihn einfangen &#8230; Gott sei Dank gibt es reaktionsschnelle hilfsbereite Passanten.</p>
<p>Heute ist auch endlich die Zusage der Krankenkasse ins Haus geflattert, mir eine Haushaltshilfe zu bezahlen &#8230; und zwar vom 11. Mai bis 11. Juni (ist heute nicht der 5. Juni??? wie stellen die sich das vor, dass es in den letzten zwei Monaten immer einfach wird?), die Sachbearbeiterin war heute nicht mehr zu sprechen, beim Aufregen ist mir die Luft aufgegangen.</p>
<p>Oh, und die Firma, die mir einen Schwangerschaftsbadeanzug liefern sollte, hat wegen eines Umzugs Lieferschwierigkeiten und bittet um Geduld &#8230; ich fürchte, wenn das Dingens endlich da ist, bin ich schon nicht mehr schwanger.</p>
<p>So, genug gejammert, ich werde meinen armen Rücken nun, gestützt von zahlreichen Kissen und Decken in mein Krankenlager bugsieren, ein wenig lesen und die Beulen zweier quietschfideler 33 cm langer Mini-Söhn auf meinem Bauch bewundern.</p>
<p>Gähn.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/menschsein.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/menschsein.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/menschsein.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/menschsein.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/menschsein.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/menschsein.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/menschsein.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/menschsein.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/menschsein.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/menschsein.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/menschsein.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/menschsein.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/menschsein.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/menschsein.wordpress.com/291/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=291&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8230; ein blick in den bauch &#8230;</title>
		<link>http://menschsein.wordpress.com/2009/05/26/ein-blick-in-den-bauch/</link>
		<comments>http://menschsein.wordpress.com/2009/05/26/ein-blick-in-den-bauch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 May 2009 21:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[PND]]></category>
		<category><![CDATA[Pränataldiagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätskontrolle]]></category>

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		<description><![CDATA[der tag begann heute ziemlich früh. fröhlich und mit einem buch in der hand, schwenkte der kleine sohn wie ein übermütiges flugzeug eineindhalb stunden vor der üblichen aufwachzeit einmal um das sofa herum, nahm kurs auf mein bett und rief gut gelaunt: hallo, mama! er nahm die letzte kurve um mein nachttischchen mit schwung, krabbelte auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=menschsein.wordpress.com&amp;blog=5025774&amp;post=283&amp;subd=menschsein&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>der tag begann heute ziemlich früh. fröhlich und mit einem buch in der hand, schwenkte der kleine sohn wie ein übermütiges flugzeug eineindhalb stunden vor der üblichen aufwachzeit einmal um das sofa herum, nahm kurs auf mein bett und rief gut gelaunt: hallo, mama!</p>
<p>er nahm die letzte kurve um mein nachttischchen mit schwung, krabbelte auf mein bett und rief: buch! irgendwie habe ich dann die augenlider hochbekommen und schlaftrunken: &#8222;hallo, mein lieber sohn&#8220;, gemurmelt.</p>
<p>woher nimmt der kleine kerl bloß so früh am morgen diese begeisterung am leben?</p>
<p>half ja nix, also, habe ich ihn in die armbeuge gelassen, und wir haben uns im morgendämmerlicht, das durch die spalten der rollos fiel, müllautos angesehen (wer malt bloß müllabfuhr-bücher für zweieinhalbjährige?). glücklicherweise war dann der bagger doch irgendwie interessanter, und ich habe seelig noch zehn minuten schlummern können und zeit gehabt, mir vorzustellen, wie mein leben als mutter von drei söhnen aussehen wird: bagger in jeder zimmerecke, streit um trecker und plastik-parkhäuser, naja, immerhin werde ich wohl um prinzessin lillifee herumkommen, aber gibt es nicht noch bob, den baumeister? und wenn sie dann erst fußballbildchen sammeln, und gibt es eigentlich noch das gute alte autoquartett?</p>
<p>dann aber: &#8222;mama! hamm!&#8220; ruft es energisch, und wir wandern in die küche weiter, wo ich mit müden augen brot toaste und milch in becher schenke &#8230;</p>
<p>später am tag, am frühen nachmittag, steht die sonne heiß am himmel. ich stehe auf dem asphaltierten parkplatz des krankenhauses, in dem meine beiden söhne zur welt kommen sollen. ein bisschen schummerig ist mir schon in meinem bauch. auf dem wegweise steht, kreißsäle, 5. stock. da oben also, liegen jetzt einige frauen, die sich in schmerzen winden und hoffentlich bald ihre erschöpften, noch feuchten säuglinge glücklich im arm halten werden. dort werde auch ich bald liegen. ganz schummerig wird mir, als erinnerungen an die erste geburt wie ein daumenkino vor meinem inneren auge vorbeiflitzen, schnell schiebe ich alle bilder zur seite und betrete das foyer.</p>
<p>ich muss mich in der gynäkologischen ambulanz anmelden, die sekretärin ist beschäftigt, endlich bin ich dran.</p>
<p>die frau hinter dem schreibtisch bittet mich platz zu nehmen, nimmt krankenkassenkarte und mutterpass entgegen und tippt irgendetwas in den computer. schweiß frisst einen schmalen nassen rand in ihre ärmellose bluse. neben ihr steht ein teller mit bunten gummiartigen  süßigkeiten, vor ihr eine ablagefläche mit bürokram und gegenständen, die ich nicht identifizieren kann.</p>
<p>während sie meine eckdaten sorgfältig auf  eine neue karteikarte überträgt und dabei fragen stellt, laufen ärzte und ärztinnen durch ihr büro, fragen dies und fragen das, nehmen auf dem weg zum nächsten unterschungszimmer eine akte von ihrem schreibtisch oder stecken sich ein buntes gummisüßigkeitenteil  in den mund.</p>
<p>&#8222;letzte geburt?&#8220; fragt sie mit hoher, freundlicher stimme,</p>
<p>&#8222;2006&#8243; antworte ich.</p>
<p>&#8222;und wo?&#8220;</p>
<p>jetzt wird es schwer, aber ich nenne den namen des krankenhauses.</p>
<p>&#8222;sonstige schwangerschaften, abbrüche, fehlgeburten?&#8220; ein arzt kommt in das büro, fragt irgendwas, das telefon schellt. die routine ist unterbrochen. der arzt ist fort, das telefon schweigt, sie schaut auf die karte und versucht sich zu erinnern, wo wir waren.</p>
<p>&#8222;nein, nichts&#8220; sage ich, und das blut steigt in mir hoch. mir wird schwindlig. ihre nase in dem freundlichen gesicht steckt in meiner akte, sie malt mit rot und blau, und merkt nicht, wie die tränen heiß und fremd über mein gesicht laufen.</p>
<p>&#8222;ich glaube, mir ist schlecht&#8220; sage ich, &#8222;kann ich mich irgendwo hinlegen?&#8220;</p>
<p>ich soll aufstehen, mich nebenan hinlegen, es geht nicht. ich komme mir blöd vor, kann mich nicht bewegen, mein gesicht wird ganz heiß, meine hände krallen sich in die tischplatte, unter einem tränenschleier will mir irgendwer die hand reichen. &#8222;es geht gleich wieder&#8220; sage ich, es geht ja immer vorbei. mein krankenhaustrauma, das trauma der ersten geburt. irgendwann geht es tatsächlich, und ich sitze wieder vor einem raum und warte auf den arzt, dem ich einen blick in meinen bauch erlauben soll. will ich das? ich bin unentschlossen, und wäge zum hundersten mal die gründe dafür und dagegen ab.</p>
<p>dann kommt der arzt, ein händedruck, aha, einen sohn haben sie schon, wie heißt er denn? und ein paar minuten später liege ich mit nacktem bauch, die hose bis zu den schamhaaren hinuntergezogen ein wenig beschämt auf einer liege. hoch wölbt sich der bauch, der bauchnabel schaut seit einigen tagen ein wenig hervor, die schwangerschaft hat seine pigmente ganz dunkel werden lassen, und die zarten streifen der letzten schwangerschaft heben sich im weiß des untersuchungszimmers leuchtend hervor.</p>
<p>dann geht sie los, die untersuchung, die sich meine frauenärztin gewünscht hat, und ich wünsche gleichzeitig, ich wäre jetzt nicht hier.</p>
<p>eine tabelle soll ausgefüllt werden, vier arme und vier beine werden beäugt, alles vorhanden, auch kein klumpfuss, alle nieren sind da, das kleinhirn und die gehirnkammern, das herz arbeitet, nasenlöcher und mundhöhlen, keine hasensparte, die profile sind nicht nur niedlich, sondern auch unauffällig, flow-profile nennt man das, lese ich später. &#8222;unauffällig&#8220; steht denn auch hinter jedem der punkte im untersuchungsbericht.</p>
<p>zwischendurch die frage, ob das erste kind denn gesund ist? der arzt will den grund herausbekommen, weshalb ich hier bin. &#8222;eigentlich bin ich hier&#8220;, sage ich, müde von der hitze und vom trauma, &#8222;weil meine ärztin es will&#8220;.</p>
<p>jetzt kommen die punkte, die ich am wichtigsten finde. bei zwillingen kann es passieren, dass ein zwilling nicht so gut versorgt wird wie der andere. aber beide nabelschnüre arbeiten, und auch beide gebärmutterarterien pumpen fleißig blut und nährstoffe in die kreisläufe meiner ungeborenen söhne.</p>
<p>dann ist es vorbei mit den klicks auf dem bildschirm, dem schwarzweißrauschen, dem klackern der computertastatur und den hektischen bewegungen des ultraschallkopfes auf meinem, mit glitschigem gel bedeckten bauch. die tabelle ist ausgefüllt. es wird noch gerechnet und dann eine schätzung abgegeben. 33 cm sind sie jetzt groß und wiegen jeweils fast ein kilo. ob ich mich vielleicht im schwangerschaftsbeginn verschätzt habe? sie sehen so groß aus. ich erkläre, dass mein mann 2 meter und 3 groß ist. &#8222;aha&#8220;, sagt der arzt, &#8222;das ist natürlich eine erklärung.&#8220;</p>
<p>er druckt den bericht aus und reicht ihn mir, zusammen mit profilbildern meiner kinder. &#8222;ein sehr guter befund&#8220;, sagt er und nickt zufrieden, als ob es meine leistung wäre oder vielleicht sogar ein bisschen seine. und schiebt gleich eine einschränkung hinterher: &#8222;das ist natürlich keine garantie, es kann ja immer noch was sein.&#8220;</p>
<p>immer noch müde erkläre ich, dass ich ja nicht hier bin, damit er nach behinderungen fahndet, vielleicht eher, dass ich mich noch für eine andere klinik entscheiden würde, falls tatsächlich etwas gravierendes ins auge fällt.</p>
<p>&#8222;achso, achso&#8220; murmelt er, feierabendmüde.</p>
<p>am liebsten würde ich ihn fragen, wie er damit leben kann, dass mehr als 90% der kinder, bei denen eine fötale anomalie entdeckt wird, abgetrieben werden. sein urteil ist ein urteil über leben und tod, doch eigentlich will ich nur raus, raus aus diesem haus, hinaus ins sonnenlicht, an die frische luft, zu intim fand ich den blick in meinen bauch, den blick in die organe meiner söhne, den blick auf die dunkle, breite narbe an der schamhaargrenze, den blick eben dorthin.</p>
<p>wie kann das geschehen, frage ich mich, dass man sein kind abtreibt, das doch schon strampelt und purzelbäume schlägt, und weiß doch gleichzeitig, dass man töten kann, was kein gesicht hat. der pilot, der die bombe abwirft, kennt die frauen und kinder nicht, die er treffen wird, vor sich auf dem display sieht er vierecke und breite bänder, die straßen der stadt, die er bombardieren soll. der wärter im kz kennt doch die seelen nicht, die nackt und ängstlich in der gaskammer kauern. was scheren mich die langen reihen der prostituierten, die am rand der straße warten? ich weine nicht um die kinder in den slums, die mit braunen augen auf den tod warten.</p>
<p>der asphalt glüht unter der hitze. der kleine sohn brummt und singt und baggert mit seinem bunten spielzeugbagger kleine stöckchen von einem haufen auf den anderen. der babysitter wartet: &#8222;alles in ordnung?&#8220;</p>
<p>&#8222;alles in ordnung&#8220;, sage ich, nehme den kleinen an die hand, und dann marschieren wir, er singend, ich nachdenklich, zum auto.</p>
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